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Was ist ein Nachteilsausgleich ?

Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben und/oder im Rechnen können in der Schule einen Nachteilsausgleich erhalten.
 
Das brandenburgischen Schulgesetze sieht vor:
 
Der Nachteilsausgleich soll die vorhandenen Beeinträchtigungen ausgleichen und der Schülerin oder dem Schüler mit einer LRS ermöglichen, vorhandene Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse in den zu erbringenden schriftlichen Leistungen nachzuweisen.
Der Nachteilsausgleich kann
a) die Ausweitung der Arbeitszeit, bei zu erbringenden schriftlichen Leistungen,
b) die Bereitstellung von technischen und didaktischen Hilfsmitteln und
c) die Nutzung methodisch-didaktischer Hilfen (z.B. Lesepfeil, größere Schrift,
    optisch klar strukturierte Tafelbilder und Arbeitsblätter)
umfassen.
 

Die Abweichungen von den allgemeinen Maßstäben der Leistungsbewertung können

a) die stärkere Gewichtung mündlicher Leistungen, insbesondere in den Fremdsprachen und
b) den Verzicht auf eine Bewertung der Lese- und Rechtschreibleistung, nicht nur im Fach Deutsch

 

Die Entscheidungen treffen

a) in den Jahrgangsstufen 1 bis 10 die Klassenkonferenz,
b) in der Sekundarstufe II und in den Bildungsgängen des zweiten Bildungsweges die jeweilige Jahrgangskonferenz und
c) in Prüfungen, insbesondere der Abiturprüfung, der Prüfungsausschuss.

In den Jahrgangsstufen 1 bis 10 kann Schülerinnen und Schülern mit einer besonderen Schwierigkeit im Rechnen ein Nachteilsausgleich gewährt werden. Der Nachteilsausgleich soll die vorhandenen Schwierigkeiten im Rechnen ausgleichen und es diesen Schülerinnen und Schülern ermöglichen, vorhandene Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse in den zu erbringenden schriftlichen Leistungen nachzuweisen.

Der Nachteilsausgleich kann

a)  Die Verlängerung der Arbeitszeit bei zu erbringenden schriftlichen Leistungen,
b)  das Zulassen von Platz für Nebenrechnungen und
c)  den Einsatz besonderer didaktisch-methodischer Hilfsmittel
umfassen.

Die Entscheidungen über die Gewährung eines Nachteilsausgleichs trifft die Klassenkonferenz.

In der Sekundarstufe II kann eine Abweichung von den allgemeinen Maßstäben der Leistungsbewertung nur zugelassen werden, wenn die LRS durch einen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Zusammenwirken mit einer Schulpsychologin oder Schulpsychologen attestiert wurde.

Für Schülerinnen und Schüler bis zur Jahrgangsstufe 4, die eine zusätzliche Förderung im Bereich Lesen und Rechtschreiben oder Rechnen erhalten, können gemäß § 10 Absatz 4 der Grundschulverordnung schriftliche Informationen zur Lernentwicklung im Bereich Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen an die Stelle von Noten treten.

Diese Verwaltungsvorschriften treten am 31. Juli 2016 außer Kraft.

 
Quelle:
Verwaltungsvorschriften über die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben oder im Rechnen (VV-LRSR); Vom 06. Juni 2011

 

Zuletzt aktualisiert am 2014-11-05 von Administrator.

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